Verdauung und Stoffwechsel

Liebe geht durch den Magen, Sorgen verderben unseren Appetit – und wenn wir uns vor etwas fürchten, haben wir buchstäblich „Schiss“…Redewendungen wie diese kommen nicht von ungefähr sondern sind Ausdruck dessen, wie eng unsere Gefühlswelt an unser Verdauungssystem gekoppelt ist. Welche Auswirkungen Stress auf die Verdauung haben kann, hat sicherlich jeder schon mal am eigenen Leib gespürt. Doch auch positiver Stress, wie z. B. die Vorbereitung des nächsten Urlaubs, können unsere Verdauung aus dem Takt bringen.

Doch was hält unsere Verdauung wirklich im Gleichgewicht und wie lässt sich eine gesunde Verdauung fördern?

Reine Nervensache

Rund 100 Millionen Nervenzellen steuern unsere Verdauung. Dabei handelt es sich um ein autonomes, vegetatives Nervensystem, das von der Speiseröhre bis zum Darmausgang reicht. Es ist Teil des vegetativen Nervensystems und unabhängig vom Gehirn. Es steuert die Ausschüttung bestimmter Hormone, regelt die Produktion verschiedener Verdauungssäfte und kontrolliert die Motorik des Darms - um so die Nährstoffe aus der Nahrung optimal aufnehmen und zum Weitertransport in die Zellen vorbereiten zu können. Für eine gesunde Verdauung und die richtige Verstoffwechselung ist es deshalb nicht nur wichtig, welche Lebensmittel wir zu uns nehmen. Auch unser Nervenkostüm darf dabei nicht zu kurz kommen.

Welche Rolle spielt die Ernährung und die Zufuhr von Nährstoffen für eine gesunde Verdauung und einen normalen Stoffwechsel?

Mit der Wahl der richtigen Lebensmittel können wir entscheidend zu einer gesunden Verdauung beitragen, denn bestimmte Lebensmittel sind bekömmlicher als andere. So bilden z. B. verschiedene Kohlsorten, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte bei Ihrer Verarbeitung im Darm Gärgase. Viele Menschen vertragen gegartes Gemüse besser als Rohkost und wieder anderen fehlt ein entscheidendes Enzym, das für die Aufspaltung des in Milchprodukten enthaltenen Milchzuckers (Lactose) essenziell notwendig ist. Und wie auch bei vielen anderen Dingen im Leben gilt auch hier: Ob sich die Zufuhr eines bestimmten Lebensmittels unangenehm bemerkbar macht, hängt auch von der Menge ab. Achten Sie deshalb auch auf möglichst wechselnde Speisepläne.

Achten Sie bewusst darauf, was Sie essen und wählen Sie natürliche Lebensmittel, die Magen und Darm gut tun. So können Sie nicht nur Ihr Wohlbefinden fördern, sondern auch sicherstellen, dass Ihr Körper alle benötigten Nährstoffe aus der Nahrung optimal aufnehmen kann.

Starke Nerven – entlasteter Bauch

Aber nicht nur mit der Wahl gut bekömmlicher Lebensmittel können Sie Ihr Verdauungssystem aktiv unterstützen. Da die Verdauung durch das vegetative Nervensystem gesteuert wird, profitiert auch Ihr Bauch von der richtigen Nervennahrung. Gemeint ist dabei aber nicht die Trostschokolade, mit der wir uns kurzfristig von Sorgen und Stress ablenken, sondern natürliche Nahrungsmittel reich an Nährstoffen , die an der normalen Funktion unseres Nervensystems beteiligt sind. Was die wenigsten Wissen: Calcium ist nicht nur gut für starke Knochen sondern trägt auch zu einer normalen Funktion von Verdauungsenzymen bei.

Die nachfolgenden Vitamine und Mineralstoffe sind für die Unterstützung Ihres Nervensystems geeignet:

NährstoffeEnthalten z.B. in
Vitamin B1 (Referenzmenge*: 1,1 mg)Haselnüsse (ca. 280 g**)
Schweinefleisch (ca. 115 g**)
Vitamin B2 (Referenzmenge*: 1,4 mg)Leberwurst (ca. 150 g**)
Camembert Käse (ca. 230 g**
Vitamin B6 (Referenzmenge*: 1,4 mg)Schweineschnitzel (ca. 360 g**)
Lachs (ca. 140 g**)
Vitamin B12 (Referenzmenge*: 2,5 µg)Alaska-Seelachs (ca. 210 g**)
Edamer Käse (ca. 120 g**)
Niacin (Referenzmenge*: 16 mg NE)Sardellen (ca. 80 g**)
Truthahnbrust (ca. 150 g**)
Calcium (Referenzmenge*: 800 mg)Emmentaler Käse (ca. 78 g**)
Grünkohl (ca. 380 g**)
Vitamin D (Referenzmenge*: 5,0 µg)

Lachs (ca. 30 g**)
Steinpilzen (ca. 160 g**)

* Referenzmenge nach Lebensmittelinformationsverordnung
** erforderliche Lebensmittelmenge gemäß Referenzmenge

Als natürliche „Verdauungshelfer“ haben sich schließlich auch bestimmte Gemüsesorten, wie Artischocke und Fenchel, bewährt.

Was können Sie zusätzlich tun, um Verdauung und Stoffwechsel zu unterstützen?

  • Auch wenn der Alltag stressig ist: Gönnen Sie sich öfters mal eine Auszeit und genießen Sie diese Zeit ganz bewusst! Auch Yoga, autogenes Training oder progressive Entspannungsübungen nach Jacobson können dabei helfen, Stress zu reduzieren.
  • Ernähren Sie sich möglichst ballaststoffreich. Hat Ihr Darm zu wenig zu tun, wird er träge.
  • Nicht umsonst gibt es den so genannten Verdauungsspaziergang nach dem Essen: Regelmäßige Bewegung normalisiert die natürliche Bewegung des Darms und trägt dazu bei, den Stoffwechsel zu aktivieren.
  • Die Verdauung beginnt bereits im Mund: Verdauungsenzyme im Speichel bereiten die Nahrung für die Zersetzung im Magen vor. Nehmen Sie sich deshalb Zeit zum Essen und kauen Sie gründlich!
  • Das Radio läuft im Hintergrund oder Sie telefonieren gleichzeitig mit dem Kollegen aus der anderen Abteilung  - nicht gut! Essen sollte immer ein ganz bewusster und eigenständiger Vorgang sein. Vermeiden Sie es deshalb auch, Ihr Mittagessen am Schreibtisch einzunehmen oder nebenbei weiter zu arbeiten. Wer auf der Arbeit für das Mittagessen nicht in die Kantine wechseln kann, sollte auf jeden Fall die Arbeit unterbrechen und nach Möglichkeit zusätzliche Zeit für einen kurzen Spaziergang einplanen. Gleiches gilt natürlich auch für die Mahlzeiten zu Hause.

Vitamine und Mineralstoffe für eine gesunde Verdauung und einen normalen Stoffwechsel:

Die Vitamine B1, B2, B6 und B12 sowie Niacin tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Da unsere Verdauung über das vegetative Nervensystem gesteuert wird, unterstützen sie so auch eine gesunde Verdauung. Für einen normalen Stoffwechsel ist Vitamin B6 enthalten, das zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel beiträgt. Vitamin D3 trägt zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei, der wiederum zur normalen Funktion von Verdauungsenzymen beiträgt. Deshalb ist zusätzlich auch Calcium enthalten.

Verzehrsempfehlung Trivital® cardio/gastro/meno/mental: Täglich jeweils 1 Kapsel morgens und abends. Verzehrsempfehlung Trivital® arthro: Täglich jeweils 2 Kapseln morgens und abends. Die empfohlene Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.